Schlappeseppel
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Schlappeseppel
Bier her für den König

Man schreibt das Jahr 1631. König Gustav von Schweden nimmt die Stadt Aschaffenburg ein. Während im Schloss Johannisburg schon die Vorbereitungen für die königliche Hofhaltung getroffen werden, muss man feststellen: In den Fässern ist kein einziger Tropfen Bier.

Mitten im 30-jährigen Krieg sind auch die letzten Quellen versiegt. Rasch ist ein Heermann gefunden, der die Kunst des Bierbrauens versteht. Von höchster Stelle erhält er die Order, für seine Majestät König Gustav Bier zu brauen.

Soldat Lögler, wegen seines lahmen Beines aus Kriegszeiten, „der lahme Seppel“ genannt, löst seine Aufgabe meisterhaft.
Das Schlappeseppel ist geboren.

Als die schwedischen Truppen abziehen, bleibt Lögler seinem Metier treu. Er schließt sich nicht mehr dem Heerestross an, sondern wird ein sesshafter Fassbender und Brauer. Sein Beiname „der schlappe Seppel“ bleibt im Volksmund lebendig.

Am 1. Mai 1795 übergibt Franz Jakob Löchler, ein Nachfahre des schwedischen Soldaten, das Anwesen an Adam Löchler. Ihm wird ein solch hervorragendes Zeugnis ausgestellt, dass ihn der Kurfürst zum kurfürstlichen Fassbender und „Zerevisiarius“ (Bierbrauer) bestellt.

1803 verleiht der Kurfürst der Brauerei Schlappeseppel die Braugerechtsame auf die Dauer der Ewigkeit.

1866 übernimmt der Bierbrauer Josef Steigerwald die Schlappeseppel Brauerei.

1899, kurz vor der Jahrhundertwende, übernimmt Konrad Vogel die Brauerei. Nach seinem Tod leitet seine Frau Anna Vogel die Geschicke der Brauerei.

1934 leitet Georg Vogel, der“ Schlappeseppel Schorsch“, die Brauerei. Sein Sohn Konrad Vogel jun., Diplombraumeister, steht seinem Vater zur Seite.

1999 übernimmt die Eder & Heylands Privatbrauerei die Schlappeseppel Brauerei als eigenständiges Tochterunternehmen. Die Immobilie in der Schloßgasse verbleibt im Besitz der Familie Vogel.
Mit Einführung des Schlappeseppel „Special“ in der Bügelverschlussflasche beginnt der Siegeszug der Marke. Seither gehören die Schlappeseppel-Biere zu den meist ausgezeichneten Bieren Deutschlands.

2009 wird Schlappeseppel „Special“ zum Bier des Jahres.

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